Mathematik

Mathematik

Der Anforderungen und Zielsetzungen des Mathematikunterrichts haben sich in den letzten Jahren erheblich gewandelt. Im neuen Kerncurriculum wird dies treffend umrissen:

“Die Mathematik bzw. die mathematische Erkenntnisgewinnung ist eine kulturelle Errungenschaft, die historisch gewachsen ist. Mathematische Begriffe und Methoden entwickeln sich an Fragestellungen und Problemen, die auch an gesellschaftliche und praktische Bedingungen gebunden sind. Mathematik mit ihrer Sprache, ihren Symbolen, Bildern und Formeln sowie der ihr eigenen Denkweise eröffnet einen spezifischen Zugang, um die Welt zu verstehen. Dieser ist nicht durch andere Zugänge zu ersetzen.”

Im 5. und 6. Jahrgang wird im Klassenverband unterrichtet. Unterschiede in Vorwissen und individuellem Lerntempo begegnen wir mit vielfältigem Lernmaterial, mit Maßnahmen der inneren Differenzierung, die sowohl lernstarken als auch Schülern mit Rückständen gerecht werden soll. Darüber hinaus ist eine individuelle Förderung durch eine zweite Lehrkraft parallel zum Unterricht möglich. Diagnostische Grundlage für Fördermaßnahmen ist ein standardisierter Eingangstest am Beginn des 5. Schuljahres.

Im 7. und 8. Jahrgang wird in Innerer Leistungsdifferenzierung gearbeitet. Eine ausführliche Beschreibung des Konzepts finden sie unter “Innere Fachleistungsdifferenzierung”.

Im 9. und 10. Jahrgang wird dann -gemäß Erlasslage- in äußerer Fachleisungsdifferenzierung gearbeitet. Hier wird jedoch auch mit den Materialien und Methoden der Inneren Fachleistungsdifferenzierung weitergearbeitet, so dass die Anforderungen der unterschiedlichen Leistungsniveaus für alle Beteiligten transparent bleiben.

Bis einschließlich Klasse 7 wird die Arbeit der Schüler in halbjährlichen Lernentwicklungsberichten (LEB) in Verbindung mit Klassenlehrer-Eltern-Schüler (KLES)-Entwicklungsgesprächen gewürdigt. Diese beschreiben die Erfolge und auch Schwachstellen und geben Hinweise auf Hilfen und weitere Entwicklungsmöglichkeiten des Schülers. Im 8.-10. Jahrgang gibt es Notenzeugnisse, in Jahrgang 8 wird das Notenzeugnis durch einen LEB ergänzt.

Für SchülerInnen, die auf erhöhtem Anforderungsniveau (E-Niveau) arbeiten, wird ab Klasse 8 ein grafikfähiger Taschenrechner (GTR; zurzeit Casio fx-9860) eingesetzt.

Im Laufe des 9. Schuljahres werden die Schwerpunkte des Lernens mehr auf die angestrebten, unterschiedlichen Schullaufbahnen ausgerichtet. Kurswechsel sind aber noch möglich.

Das 10. Schuljahr wird mit einer schriftlichen Prüfung auf dem jeweiligen Kursniveau abgeschlossen. Das Ergebnis der Prüfung fließt zu einem Drittel in die Abschlussnote des Jahres ein.

In der Sekundarstufe II wird in Jahrgang 11 (Einführungsphase) im Klassenverband unterrichtet. In Jahrgang 12 und 13 (Qualifikationsphase) werden Kurse auf grundlegendem (gA) und erhöhtem (eA) Anforderungsniveau angeboten. Der Unterricht basiert auf den Vorgaben des Kerncurriculums für die gymnasiale Oberstufe.

Fachbereichsleiter Rudolf Thomann