Technikunterricht in Klasse 6

Technikunterricht in Klasse 6

Im 6. Jahrgang wird Technik im Wechsel mit Textiltechnik mit zwei Stunden pro Woche unterrichtet, das heißt, in einem Halbjahr hat die Hälfte einer Klasse Technik, im anderen Textiltechnik; die andere Hälfte durchläuft den Praxisunterricht genau anders herum.

Im Kern geht es in Technik (Jg. 6) darum, dass die Schülerinnen und Schüler kompetent und selbständig werden im Umgang mit Werkzeugen, Maschinen, den Sicherheitsvorschriften im Technikraum und natürlich mit den Werkstoffen, insbesondere Holz. Das planerische und zielgerichtete Arbeiten ist ein ebenso hohes Ziel des ersten Technikunterrichts.

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Zunächst sammeln die Kinder Erfahrungen bei der freien Gestaltung und Herstellung eines Tischbutlers/Stiftständers. Hier wird die Kreativität geweckt und dementsprechend sehen die Produkte sehr verschieden aus. Noch arbeiten einige Kinder drauflos, andere planen ihr Produkt, beispielsweise durch Skizzen. Der sichere Umgang mit Werkzeugen wird erlernt und eingeübt. Es wird geraspelt, gefeilt und vom Groben zum Feinen geschliffen, bis der Rohling eine feine, glatte Oberfläche erhalten hat.

Das Produkt ist nun jedoch noch nicht fertig. Ohne Löcher können keine Stifte oder ein Klebestift in ihm Platz finden. Es muss gebohrt werden!

Der Bohrmaschinenführerschein bescheinigt nach praktischer und theoretischer Prüfung, dass der sichere und sachgerechte Umgang mit Tischbohrmaschinen erlernt worden ist. Die Schülerinnen und Schüler werden bei allen Übungen an den Bohrmaschinen individuell betreut. Als weitere Bohrübung planen die Kinder einen 3cm großen Spielwürfel, bohren anschließend die Augenzahlen mit Nutzung des Tiefenanschlags, feilen und schleifen anschließend die Ecken rund. So entstehen die ersten beiden Produkte, die einen Nutzwert für die Schülerinnen und Schüler haben und auf die sie stolz sein können.

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Im weiteren Verlauf des Technikhalbjahres lösen die Kinder eine komplexere Aufgabe: Unter Zuhilfenahme von technischen Zeichnungen und einer Bauanleitung stellen sie ein Radfahrermodell aus verschiedenen Holzteilen her. Diese Aufgabe verlangt ein hohes Maß an Selbstständigkeit und Geduld, da nicht immer alles auf Anhieb klappt und die Lehrkräfte bewusst nicht jeden Schritt vorgeben. Als Ergebnis nimmt die Kooperation untereinander zu und zudem können Schülerexperten Verantwortung übernehmen und ihr Wissen und Können weitergeben.

Da jede Schülerin/jeder Schüler individuell schnell arbeitet, bleibt manchmal für die eine oder den anderen noch etwas Zeit, für weitere eigene Projekte. So entstehen aus Holzresten Brettspiele, Türschilder, Schlüsselanhänger, Geschenke, weitere Modelle und ….